Quierschieder Rathaus

Quierschieder Rathaus

Lust auf einen neuen Job? Es winken 5000 Euro Monatsgehalt und ein satter Aufschlag nach zwei Jahren. Dafür muss man aber viel Zeit, Erfahrung im Schuldenmanagement und die Bereitschaft mitbringen, die Verantwortung für 13.200 Menschen zu übernehmen. Bewerben Sie sich jetzt als BÜRGERMEISTER VON QUIERSCHIED!

Nach acht Jahren an der Spitze der Gemeinde Quierschied hört die amtierende SPD-Bürgermeisterin Karin Lawall am 1. Februar 2016 auf. Altersbedingt darf die ehemalige Landtagsabgeordnete nicht mehr kandidieren. Nun wird bei der Urwahl am Sonntag, 31. Mai ein Nachfolger gesucht.

Bewerbungsfrist endet am 26. März

Bis zum 26. März um 18.00 Uhr haben Interessierte die Möglichkeit, ihre Bewerbung bei der Gemeinde einzureichen. Normale Unterlagen mit Lebenslauf, Zeugniskopien und Co. wie bei einer üblichen Bewerbung reichen dieses Mal allerdings nicht – nötig sind auch mindestens 99 Unterstützerunterschriften aus Quierschied, falls man nicht von einer Partei vorgeschlagen wird, die gerade im Gemeinderat, Landtag oder Bundestag sitzt.

Gehalt: Bis zu 6623,10 Euro möglich – zusätzlich Aufwandsentschädigungen

Der Job wird sicherlich anstrengend und vor allem mit dem Schuldenmanagement muss man sich als künftiger Bürgermeister auskennen – und wirklich reich wird man wohl auch nicht. Die Stelle wird mit Besoldungsstufe A 16 vergütet – laut aktuell gültiger Besoldungstabelle 5023,43 Euro brutto pro Monat. Nach zwei Jahren kann der Gemeinderat seinen Bürgermeister aber in „B2“ hochstufen – das sind dann immerhin 6623,10 Euro Monatsgehalt.

Damit rangiert Quierschied aber eher am unteren Ende der Gehaltsstufe – Bürgermeister größerer Städte kommen auf 7400 bis knapp 10.000 Euro pro Monat, Aufwandsentschädigungen nicht mit eingerechnet.

SPD, CDU oder doch ein unabhängiger Kandidat?

In den vergangenen 60 Jahren kam der Quierschieder Bürgermeister immer aus den Reihen der beiden großen Parteien CDU und SPD. Beide haben derzeit aber noch keine Kandidaten öffentlich ernannt. Geht man nach dem Ergebnis der zurückliegenden Kommunalwahl vor wenigen Monaten, dürfte der noch zu kürende SPD-Kandidat bei der Wahl die Nase vorne haben. Allerdings haben in jüngerer Vergangenheit die Beispiele aus Nalbach und insbesondere auch aus Wadgassen gezeigt, dass auch unabhängige Bewerber – trotz klarer Mehrheiten für die großen Parteien im Gemeinderat – durchaus ihre Chancen haben.

Es dürfte also spannend werden am 31. Mai. Wenn keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit holt, findet am 14. Juni eine Stichwahl statt.