Der Bürgerbeauftragte im Ministerium für Inneres und Sport, Manfred Maurer, Staatssekretär Georg Jungmann, Gudrun Marian und Bürgermeisterin Karin Lawall. (Foto: Innenministerium)

Der Bürgerbeauftragte im Ministerium für Inneres und Sport, Manfred Maurer, Staatssekretär Georg Jungmann, Gudrun Marian und Bürgermeisterin Karin Lawall. (Foto: Innenministerium)

Innenstaatssekretär Georg Jungmann hat am 5. November 2014 Gudrun Marian aus Quierschied für ihr vielfältiges langjähriges Engagement die Bundesverdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Mit der Ordensverleihung werden Menschen ausgezeichnet, die sich weit über das gewöhnliche Maß für andere Menschen und für das Gemeinwohl eingesetzt und darum verdient gemacht haben.

(Pressemitteilung) „Mit dieser besonderen Auszeichnung würdigen wir die Lebensleistung von Gudrun Marian. Was auch immer sie geleistet hat, sie hat es stets anderen Menschen zu Gute kommen gelassen. Damit ist die Geehrte ein Vorbild für starkes ehrenamtliches Engagement“, so Staatssekretär Georg Jungmann.

Fast das gesamte Leben in Quierschied verbracht

Gudrun Marian wurde im Jahr 1928 in Quierschied geboren, besuchte von 1934 bis 1938 die Grundschule in Quierschied und wechselte anschließend auf das Mädchen-Gymnasium der Königin-Luisen-Schule in Saarbrücken. Nur ein halbes Jahr später musste sie wegen des Krieges das Gymnasium in Neunkirchen aufsuchen. Auch von dort wurde sie evakuiert. Im Jahr 1944 konnte sie nach Quierschied zurückkehren. Zwei Jahre später legte sie die „Mittlere Reife“ ab. Bei einem bekannten Quierschieder Unternehmer begann sie, trotz fehlender Lehre, eine Tätigkeit zur Abwicklung des gesamten Geschäftsverkehrs im In- und Ausland. Später arbeitete sie bei der damaligen Amtsverwaltung Quierschied.

Immer sportlich aktiv

Von 1972 bis 1978 war Gudrun Marian in der Kontrollabteilung der Dresdener Bank beschäftigt, bevor sie in die Kreditabteilung wechselte. Da sie sich vorbildlich um die Belange der Beschäftigten kümmerte, schaffte sie es 1975 auf Anhieb als Vorsitzende in den Betriebsrat. Bis 1988 übte sie dieses Engagement aus. Im Jahr 1976 wurde sie zusätzlich zur Leiterin der „Dresdener Sportgruppe“ gewählt und war Mitbegründerin der Bank-Sportgemeinschaft, die den Mitarbeitern Trainingseinheiten und Übungsnachmittage, mit dem Ziel der Ablegung des Sportabzeichens, anbot.

Durch die sportlichen Aktivitäten der Dresdner Bank war sie mit der Leichtathletik-Gemeinschaft Quierschied verknüpft und konnte den Bankangestellten die sportliche Fitness bei der Ablegung des jährlichen Sportabzeichens sogar amtlich bescheinigen. Gudrun Marian wurde 1989 zunächst Assistentin bei der Leichtathletik-Startgemeinschaft Quierschied. 1990 konnte sie die Leitung der Abteilung Sportabzeichen übernehmen, welche sie bis 2012 ausübte. Über dieses Engagement hinaus war Gudrun Marian seit 1992 als Kampfrichterin tätig, brachte sich bei Schulsportfesten sowie bei der Aktion „Jugend trainiert für Olympia“ ein und wurde so zu einem geschätzten Bindeglied des Leichtathletik-Sports.

„Ein besonderes Beispiel der Mitmenschlichkeit“

Auch im sozialen Bereich brachte sie sich ein. Zum Beispiel beim „Rollenden Mittagstisch“ der Pfarrgemeinde St. Maria Himmelfahrt (von 1990 bis 2000). Nebenher bemühte sie sich auch um die Sorgen und Nöte der nicht mehr so beweglichen Gemeindemitglieder. Ab dem Jahr 2000 wurde ihr die Leitung des „Rollenden Mittagstisches“ anvertraut, wo sie sich bis 2006 um die Finanzen, die Einsatzpläne, die Essensbestellungen und um Gemeinschaftsveranstaltungen kümmerte. Seit 1994 ist sie zudem in der „ökumenischen Krankenhaushilfe“ als sogenannte „Grüne Dame“ bereit, hilfsbedürftigen kranken Menschen eine Begleitung zu geben.

Auch in der Kirchengemeinde überzeugte die Geehrte mit ihrem Engagement. Acht Jahre lang war sie von 1990 bis 1998, jeweils über acht Tage, bei der Zugwallfahrt nach Lourdes als Begleiterin und Betreuerin von behinderten Gemeindemitgliedern zur ganztägigen Betreuung tätig. Seit 1990 bringt sie sich in der Kirchengemeinde außerdem als Lektorin und seit 2001 als Vorbeterin bei den Totengebeten ein. Ihr Engagement von 1990 bis 2000 als Bezirksfrau der Gemeinschaft katholischer Frauen rundet ihr ehrenamtliches Engagement ab.

Staatssekretär Georg Jungmann: „Mit diesem hohen selbstlosen Engagement hat Gudrun Marian über viele Jahr hinweg ein ganz besonderes Beispiel der Mitmenschlichkeit gelebt.“